Stoppt den Torfabbau im Grienenbergsmoor

Einsatz für den Klimaschutz?

Das Klima kann nur aktiv geschützt werden! Da ist das Geschehen im Hambacher Forst ein Irrsinn: Der Kohleausstieg ist wegen des Klimaschutzes politisch geplant. Der Energieriese RWE lässt die Hambacher Forst auf Staatskosten von Umweltschützern räumen, um in einem weiteren Gebiet Kohle im Tagebau abzubauen. Dieser Irrsinn kann auch vor unserer Haustür stattfinden:

Das 700.000 qm große Grienenbergsmoor wird schon jetzt in großen Bereichen dafür zerstört, dass ab 2019 industriell Torf abgebaut wird. Das heißt: Durch die Zerstörung des Moores werden unvorstellbare Mengen des Ozonkillers „Methangas“ freigesetzt. Da gibt es nichts zu beschönigen: Aus Profitgier wird die Klimazerstörung vor unserer Haustür praktiziert. Die Umweltschützer aus dem Hambacher Forst senden ihre Grüße!

Wir wollen diese Zerstörung nicht hinnehmen! Mit dem BUND, mit unserer Kreistagsabgeordneten Susanne Puvogel, mit dem Umweltexperten Eckard Brune und gemeinsam mit den Freien Wählern gehen wir als SPD Hagen dagegen an. Deshalb haben wir Anfragen an den Landkreis gestellt, der als Genehmigungs- und Kontrollbehörde für den Torfabbau zuständig ist.

Einige unserer Anfragen:

  • Wie nimmt der Landkreis seine Verantwortung als Kontrollbehörde gegenüber dem Unternehmen wahr?
  • Wie wird die ökologische Baubegleitung praktiziert, die in der Genehmigung festgelegt wurde?
  • Wie fließen neue Gesetze, die seit der Genehmigung vor drei Jahren zum Klima- und Moorschutz beschlossen wurden, in den gegenwärtigen und zukünftigen Umgang des Abbauunternehmens mit dem Moor ein?
  • Welche Möglichkeiten sieht der Landkreis, uns in dem Bemühen zu unterstützen, die Moorzerstörung zu stoppen?
  • Das Unternehmen spricht von Renaturierung und Wiedervernässung als Wiederherstellung des Moores. Als Beispiel wird das Königsmoor herangezogen.

Wir sagen: Moor in seiner Einzigartigkeit lässt sich nicht wiederherstellen. Und die Freisetzung des Methangasses richtet einen Schaden an, der mit Beschreibungen an Grenzen stößt.

Der Torfabbau im Grienenbergsmoor muss gestoppt werden. Klimaschützer müssen sich in Hagen zeigen – und zusammenschließen. Das Grienenbergsmoor muss erhalten bleiben.

Unsere Anfragen an die Naturschutzbehörde des Landkreises sind erste Schritte. Lasst uns weitere Schritte überlegen. Noch ist Zeit, den Schaden zu begrenzen! Wir freuen uns über weitere Unterstützer im Einsatz für den Klimaschutz.

Heino Hüncken

2018-09-27T10:49:44+00:00 27.09.2018|