„Wie bleibt Hagen auch morgen gut versorgt?“ Mit dieser Frage hatte der SPD-Hagen im Bremischen zu einer öffentlichen Diskussion über die medizinische Versorgung in unserer Gemeinde eingeladen. Knapp 40 Bürgerinnen und Bürger kamen in die Bauernschänke Bramstedt, um gemeinsam mit Fachleuten aus Medizin, Politik und Verwaltung über die Situation vor Ort und die Herausforderungen der kommenden Jahre zu diskutieren.

Moderiert wurde die Veranstaltung von unserer stellvertretenden Fraktions-Vorsitzenden und Vorstandsmitglied Martina Harms. Auf dem Podium diskutierten unter anderem der Hagener Hausarzt Hashem Lutfi, der Geschäftsführer der Kassenärztlichen Vereinigung Stade Sören Rievers, Landrat Thorsten Krüger, der Vorsitzende des Sozialausschusses im Niedersächsischen Landtag Oliver Lottke, Bürgermeister Andreas Wittenberg und die niedersächsische Innenministerin Daniela Behrens.

Dabei wurde deutlich: Hagen ist bei der hausärztlichen Versorgung derzeit gut aufgestellt. Das Ärztezentrum von Hashem Lutfi und Thomas Dorsch und die Praxis von Ilka Priebe sind dafür ein wichtiger Baustein. Gleichzeitig dürfen wir uns darauf nicht ausruhen. Viele Hausärzte stehen vor dem Ruhestand und Fachärzte sind im ländlichen Raum nur schwer zu gewinnen.

Martina Harms brachte die zentrale Frage des Abends auf den Punkt:

„Gesundheit geht uns alle an. Wie bleibt Hagen auch morgen gut versorgt?“

Genau darum ging es uns als SPD in Hagen und im Landkreis Cuxhaven. Wir wollen nicht warten, bis ein Ärztemangel auch in Hagen zum Problem wird. Wir wollen frühzeitig überlegen, was wir vor Ort konkret tun können.

Was können wir vor Ort tun?

Uns ist wichtig, keine Forderungen aufzustellen, für die die Gemeinde gar nicht zuständig ist. Die ambulante ärztliche Versorgung wird vor allem durch die Kassenärztliche Vereinigung sowie durch Land und Bund geregelt. Trotzdem kann auch die Gemeinde ihren Beitrag leisten.

Wir wollen die Weiterentwicklung des Ärztehauses unterstützen und gemeinsam mit den Verantwortlichen überlegen, wie weitere Fachrichtungen für Hagen gewonnen werden können.

Außerdem wollen wir einen regelmäßigen Austausch der Akteure vor Ort anstoßen. Ärzte, Pflege, Rettungsdienst, Apotheken, Gemeinde und Landkreis sollten stärker miteinander ins Gespräch kommen. Ein regelmäßiger „Gesundheitstisch Hagen“ könnte dafür ein einfacher und realistischer Anfang sein.

Auch bei der Gewinnung junger Ärztinnen und Ärzte können wir als Gemeinde etwas beitragen. Gute Kinderbetreuung, Schulen, Wohnraum, Freizeitangebote und eine leistungsfähige digitale Infrastruktur gehören zu den Rahmenbedingungen, die einen Standort attraktiv machen.

Auch die Digitalisierung bietet Chancen. Telemedizin kann die persönliche Behandlung nicht ersetzen, aber gerade bei Facharztterminen oder Nachsorge eine sinnvolle Ergänzung sein. Deshalb wollen wir gemeinsam mit den örtlichen Praxen prüfen, wo digitale Angebote tatsächlich einen Nutzen bringen.

Und schließlich gehört zur medizinischen Versorgung auch die Frage, wie Menschen ihre Arztpraxis erreichen können. Das Anrufsammeltaxi könnte gerade für ältere Menschen eine wichtige Unterstützung sein.

Diese Themen nehmen wir mit

Die Ergebnisse der Veranstaltung wollen wir in unsere Arbeit im Gemeinderat und im Kreistag einbringen. Dabei setzen wir auf realistische Schritte und eine enge Zusammenarbeit mit den Menschen und Einrichtungen vor Ort.

Leo Mahler, Vorsitzender der SPD-Hagen im Bremischen:

„Wir haben diese Veranstaltung bewusst organisiert, weil wir nicht warten wollen, bis sich die Situation verschärft. Hagen ist heute bei den Hausärzten gut aufgestellt. Aber wir müssen jetzt darüber sprechen, wie das auch in zehn oder fünfzehn Jahren noch so ist. Wir können als Gemeinde keine Ärzte verordnen. Wir können aber gute Rahmenbedingungen schaffen, vorhandene Strukturen unterstützen und die richtigen Menschen miteinander ins Gespräch bringen. Genau dort wollen wir ansetzen.“

Für uns als SPD-Hagen ist klar: Gute medizinische Versorgung gehört zur Lebensqualität unserer Gemeinde. Deshalb wollen wir nicht erst handeln, wenn es zu spät ist.